Seit über 25 Jahren gestalten internationale Künstler*innen jährlich eine neue Themen-Ausstellung aus Sand, Beton, Holz und Schaum im Sandskulpturenpark in Garderen in den Niederlanden. Die Ausstellung steht jedes Jahr unter einem anderen Motto – 2026 etwa unter dem Titel „Das Römische Reich“, zuvor feierte man „750 Jahre Amsterdam“. Über 200 lebensgroße Skulpturen stehen in einem liebevoll gestalteten Garten oder in überdachten Hallen. Die Figuren sind erstaunlich detailreich gearbeitet und zeigen Architektur, Reliefe, Porträts und komplexe Szenen der damaligen Zeit.
Da wir erst vor Kurzem die Sand-City an der Algarve besucht haben, waren wir unsicher, ob dieser Besuch nicht zu ähnlich sein wird. Aber ich kann euch jetzt schon sagen, es hat sich absolut gelohnt und wir waren vom Sandskulpturenpark in Garderen wirklich begeistert.
Die Adresse des Sandskulpturenparks lautet Oude Barnevelderweg 5, 3886 PT Garderen (Niederlande). Garderen liegt zentral auf der Veluwe (in der Provinz Gelderland) und ist sowohl mit dem Auto als auch per Bus gut erreichbar.
In Garderen selbst führen Hinweisschilder zum Park.
Bereits auf dem Parkplatz bekommst du einen künstlerischen Vorgeschmack auf das, was dich im Park erwartet. Große Holzskulpturen wie Elefanten, Charlie Chaplin oder ein Holzthron begrüßen dich. Offenbar wird auch regelmäßig unmittelbar am Parkplatz an neuen Skulpturen gearbeitet, da es dort einen Freiluftarbeitsplatz mit Holz und sogar Beleuchtung gab.
Wir haben in einem Ferienhaus im EuroParcs Bad Hoophuizen*, ca. 30 Autominuten vom Sandskulpturenpark übernachtet. Die moderne Ferienanlage bietet komfortable Ferienhäuser und Apartments in ruhiger Lage und ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Veluwe und zahlreiche Ausflugsziele in der Umgebung zu entdecken. Neben der direkten Lage am Veluwemeer mit Badestrand, einem Hallenbad, einem Restaurant und einem kleinenYachthafen sorgen auch verschiedene Freizeitangebote für Familien, Paare und Wassersportler*innen für einen entspannten Aufenthalt. Wer Natur, Erholung und abwechslungsreiche Ausflüge miteinander verbinden möchte, ist hier genau richtig.
Auch in Arnhem* oder Amsterdam* kannst du sehr gut übernachten und von dort einen Tagesausflug in den Sandskulpturenpark unternehmen.
Bevor du in den kostenpflichtigen Sandskulpturenpark kommst, betrittst du zunächst ein Beeldentuin (niederländisch für "Skulpturengarten"). Dies ist ein öffentlich zugänglicher Garten, in dem zahlreiche und wunderschöne Skulpturen im Freien ausgestellt sind. Die meisten Skulpturen sind aus Holz und zeigen Tiere oder Menschen. Aber auch ein imposantes Baumhaus - wie man es sich als Kind selbst erträumt hat - steht nur wenige Schritte entfernt vor einer Wiese mit Emus, Eseln, Pferden und Hühnern.
Bereits dieser Eingang mit seinen vielen Plastiken wekct die Vorfreude auf den eigentlichen Park und lädt einen zum Spazieren und Staunen ein. In den Bildern bekommst du ein paar Eindrücke vom Skulpturengarten.
Im Park erwarten dich mehr als 200 Sandskulpturen in Innen- und Außenbereichen. Im Außenbereich finden sich große Figuren, die sich sehr schön in den bepflanzten Garten einbetten. Ein großer Teil der Ausstellung befindet sich in überdachten Hallen, sodass du auch bei Regen, Kälte oder Hitze geschützt über das Gelände schlendern kannst. Der Weg ist komplett rollstuhltauglich (breite Wege, ebener Boden).
Jede Ausstellung erzählt eine Geschichte: Beispielsweise bildet die 2026er Schau das antike Rom nach, mit Legionären, Kaiserfiguren und Limes-Bauten aus Sand. Im Winter 2025/26 wurden historische Momente Amsterdams (750-Jahr-Feier) mit über 150 Skulpturen dargestellt. Wir haben die Rom-Ausstellung gesehen sowie die besten Figuren der Amsterdam-Ausstellung, die noch gezeigt wurden. Diese werden Ende des Jahres abgebaut, um Platz für die neueste Ausstellung 2027 zu machen.
Zu jeder Sandskulptur findest du eine Infotafel auf Niederländisch, die die Figuren bzw. die Szenerie erklärt. Über einen QR-Code an der Tafel erhältst du die Informationen problemlos auf Englisch oder Deutsch.
Auf den folgenden Fotos kannst du dich selbst davon überzeugen, wie beeindruckend und vielfältig (ob Figuren, Reliefs, Porträts, Architektur, Tiere etc.) die Sandskulpturen sind.
Hier ein paar Eindrücke von den Sandkulpturen aus der Ausstellung 750 Jahre Amsterdam.
Empfohlen wird eine Verweildauer von etwa 2–3 Stunden, damit man alle Skulpturen in Ruhe betrachten kann. Einschließlich unseres Restaurantbesuchs verbrachten wir über 4 Stunden an einem Montag dort.
Auf der Webseite findest du die aktuellen Preise und Öffnungszeiten des Sandskulpturenparks. Du kannst dein Ticket vorab online buchen, um ein wenig Rabatt zu erhalten. Du kannst aber auch ohne Probleme die Eintrittskarten vor Ort kaufen. Die Kasse schließt jeweils 1,5 Stunden vor Ende (d. h. 16:00 Uhr).
Ergänzend zeigen Poster und Videos, wie die über 50 Künstler*innen die Sandskulpturen bauen und die Ausstellung entsteht.
In einer Sandkiste können Kinder und Erwachsene selbst Sand verdichten und eigene kleine Kunstwerke herstellen. Außerdem stehen mehrere beleuchtete Glastische zur Verfügung, auf denen Sandbilder entstehen können.
Die Sandskulpturen Garderen bieten ein ungewöhnliches Kunsterlebnis abseits der üblichen Museen – mit beeindruckender Sandkunst in Kombination mit Natur. Für einen Tagesausflug auf die Veluwe sind die Sandskulpturen sowohl für Kunstliebhabende als auch für Familien ein lohnenswertes Ziel. Egal ob im Regen unter Dach oder im sonnigen Garten – bei einem Spaziergang durch diese faszinierende Welt aus Sand fühlt man sich fast wie in einer anderen Zeit und Kultur.
Nahe des Eingangs findest du das Selbstbedienungsrestaurant Lunchroom De Rozentuin (auf Deutsch Rosengarten). Hier kannst du vor, während oder nach der Besichtigung der Sandskulpturen etwas zu Mittag essen – von hausgemachter Gemüsesuppe, Burgern mit Pommes, reichlich belegten Brötchen oder ofenfrischem Apfelkuchen. Das Restaurant hat sowohl einen gemütlich eingerichteten Innenbereich als auch einen Außenbereich zwischen den Skulpturen, wo du bei gutem Wetter eine Pause einlegen kannst.
Öffnungszeiten des Restaurants: täglich 10:00–17:30 Uhr, außer sonntags
Neben dem Restaurant gibt es zudem einen kleinen Souvenirshop mit Postkarten, Schokoladengeschenken, typisch holländischen Mitbringseln und einigen Sandkunst-Nachbildungen sowie ein gemütliches "Einkaufsdorf" Geschäften für Kleidung und Garten- sowie Wohnungsdekoration.
Barrierefreie Toiletten (inklusive Rollstuhl-WC) finden sich auf dem Areal. Steigungen gibt es kaum, und es stehen vor Ort auch Leih-Rollstühle bereit (kostenlos, solange Vorrat reicht). Die gesamten Wege und Ausstellungsräume sind behindertenfreundlich gestaltet.
Sehbehinderte Besucher*innen können an einem taktilen Angebot teilnehmen, bei dem Mitarbeitende die Geschichten zu den Skulpturen erzählen und Besucher*innen die Sandfiguren auch ertasten dürfen.
Hunde sind auf dem Gelände an der Leine erlaubt, was den Besuch auch mit Hund unkompliziert ermöglicht.