Die Windmühlen von Kinderdijk gehören zu den ikonischen Landschaftsbildern der Niederlande: 19 historische Mühlen reihen sich entlang von Kanälen, die seit dem 18. Jahrhundert das Wasser aus eingedeichten Flächen pumpen. 1997 wurden sie in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen — ein Besuch lohnt sich für jeden, der sich für Technikgeschichte, Fotomotive und typisch niederländische Landschaften interessiert.
Die Mühlen sind mehr als Fotomotive: sie sind Teil eines jahrhundertealten, ingenieurtechnisch ausgetüftelten Systems zur Wasserregulierung. Die Windmühlen pumpen Wasser in den Nieuwen Waterschap-Kanal, von dort gelangt es in den Fluss Lek — ein Mechanismus, der das Land für Landwirtschaft und Siedlungen trockenhält. Die Geschichte reicht jedoch weiter zurück: Bereits vor etwa 1.000 Jahren kämpften die ersten Siedler mit Grund- und Regenwasser, bauten Deiche und einfache Kanäle. Die heutigen Mühlen sind das Resultat jahrhundertelanger Entwicklungen in Deich- und Wasserwirtschaft.
An den Wochenenden (Freitag, Samstag und Sonntag) gibt es eine besonders komfortable Verbindung: das WaterShuttle fährt direkt von der Erasmusbrücke in Rotterdam nach Kinderdijk – ganz ohne Umsteigen. Die aktuellen Abfahrts- und Ankunftszeiten findest du hier auf der offiziellen Webseite.
Die Bootsfahrt ist eine entspannte Alternative zu Auto oder Fähre. Während du über den Fluss gleitest, hast du einen tollen Blick auf die Skyline von Rotterdam, die Flusslandschaft und schließlich die berühmten Windmühlen, die langsam am Horizont auftauchen. In etwa 30 Minuten erreichst du dein Ziel.
Besonders praktisch ist das Kombiticket, das sowohl die Fahrt mit dem WaterShuttle als auch den Eintritt in das Besucherzentrum und die Windmühlen beinhaltet. So sparst du Zeit und musst dich vor Ort um nichts mehr kümmern. Das Ticket kannst du online hier buchen.
Diese direkte Verbindung ist ideal für einen entspannten Tagesausflug nach Kinderdijk – ohne Parkplatzsuche und mit echtem Niederlande-Feeling auf dem Wasser.
Eine bequeme Möglichkeit, Kinderdijk mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowohl am Wochenende als auch unter der Woche zu erreichen, ist der Waterbus.
Du kannst entweder an der Erasmusbrücke in Rotterdam oder an der Merwekade in Dordrecht in den Waterbus (Linie 20) einsteigen und bis zur Haltestelle Ridderkerk, De Schans fahren (30 Minuten Fahrtzeit von Rotterdam, 26 Minuten Fahrtzeit von Dordrecht). Dort steigst du in die Driehoeksveer-Fähre um, die dich in etwa 10 Minuten zur Anlegestelle Kinderdijk, Molenkade bringt.
Wichtig zu wissen:
Die Driehoeksveer-Fähre wird nicht vom Waterbus betrieben, daher sind Waterbus-Tickets hier nicht gültig. Für die kurze Überfahrt nach Kinderdijk musst du ein separates Ticket kaufen.
Die aktuellen Fahrpläne und Verbindungen findest du auf der offiziellen Waterbus-Webseite.
Wenn du nach einer Unterkunft in der Nähe von Kinderdijk suchst, schau einfach bei Booking.com* vorbei. Hier gibt es zahlreiche Angebote zu unterschiedlichen Preisen. Das moderne Rotterdam* liegt nur 25 km entfernt, das hübsche Dordrecht* ca. 15 km und eignet sich jeweils gut als Ausgangspunkt für einen Ausflug nach Kinderdijk.
Das Gelände mit den Windmühlen ist grundsätzlich öffentlich zugänglich. Es verläuft eine autofreie Straße zwischen den Mühlen, sodass man viele Blicke auf den Kanal und die Windmühlen kostenfrei genießen kann. Wer zwei Mühlen von Innen besichtigen, den Canal Hopper zu den Museumsmühlen Overwaard und Blokweer oder eine Canal-Cruiser-Bootsfahrt nutzen möchte, benötigt ein Eintrittsticket (Preis 21,00 €, Stand Januar 2026). Tickets sind online oder im Besucherzentrum am Eingang erhältlich. In der Saison ist das Museumsareal in der Regel von ca. 9:30 bis 17:30 geöffnet; außerhalb der Saison gelten eingeschränkte Zeiten.
Der Rundweg teilt die Mühlen in drei Gruppen und bietet permanent neue Blickwinkel:
Die Spiegelungen im Wasser, der Rhythmus der Flügel und die historische Architektur ergeben zusammen sehr fotogene Motive — ideal für Landschafts- und Architekturaufnahmen.
Zwei Mühlen können als Museumswindmühlen von innen besichtigt werden:
Viele der übrigen Mühlen sind privat bewohnt. Ihre Betreiber besitzen zumeist ein Müllerdiplom und betreiben die Maschinen gelegentlich; als Hauptberuf üben viele jedoch andere Tätigkeiten aus (z. B. Handwerk oder Büroberufe).
Im Eintritt enthalten ist eine etwa 30-minütige Bootstour, die an der Anlegestelle neben dem Besucherzentrum startet. Vom Wasser aus lassen sich Details und Fotoperspektiven einfangen, die vom Ufer aus nicht möglich sind — eine sehr lohnende Ergänzung zum Spaziergang.
Im Eintritt enthalten ist ein Besuch der alten, 1868 errichteten, dampfbetriebenen Pumpstation (später mit Elektro-Pumpen ergänzt). Heute beherbergt das Gebäude ein Museum zur Geschichte der Wasserwirtschaft in der Region. Hier gibt es auch ein interaktives Spiel mit kleinen Windmühlen, die du so zum Wind ausrichten musst, damit das Wasser vom Gelände gepumpt wird.
Wir verbrachten mehrere Stunden auf dem Gelände: ausgiebiges Laufen, Besichtigungen der Museumswindmühlen und viele Fotos. Praktischer Tipp: Wer die Mühlen nur von außen sehen möchte, braucht kein Ticket; der Hauptweg lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut erkunden und vermittelt bereits den besonderen Charme des Ortes.
Wir haben Kinderdijk während unserer Rhein-Flusskreuzfahrt mit VIVA Cruises besucht. In unserem Video zur Flusskreuzfahrt bekommt ihr ab Sekunde 55 mehr Eindrücke von unserem Besuch in Kinderdijk.
Ja — auf jeden Fall. Die besondere Anordnung der Mühlen, ihre historische Funktion und die stimmungsvolle Landschaft machen Kinderdijk zu einem Ausflugserlebnis, das sowohl Technik- und Kulturinteressierte als auch Fotografen begeistert. Für Besucher, die mehr Komfort und Hintergrundinformationen wünschen, sind die Eintrittsangebote mit Führungen, Museumseinblicken und Bootstouren ideal; für einen entspannten Spaziergang reicht auch der freie Zugang entlang des Hauptwegs.