Der Tarangire Nationalpark ist ein Klassiker der nördlichen Tansania-Safarikarte: Weite Ebenen, beeindruckende Baobabbäume und eine große Elefantenpopulation.
Der Tarangire Nationalpark liegt rund 120 Kilometer südwestlich von Arusha und umfasst eine Fläche von etwa 2.850 Quadratkilometern. Er ist besonders bekannt für seine hohe Dichte an afrikanischen Elefanten, die hier zahlreicher vorkommen als in jedem anderen Nationalpark Tansanias. Prägend für das Gebiet ist der Tarangire-Fluss, der sich durch das Zentrum des Parks zieht. Vor allem in der Trockenzeit ist er eine lebenswichtige Wasserquelle und zieht zahlreiche Wildtiere an, allen voran große Elefantenherden. Der Fluss gab dem Nationalpark seinen Namen.
Wer Tierdichte mit landschaftlicher Eigenart sucht, wird hier reich belohnt — und genau das haben wir an einem eindrücklichen Tag erlebt und zeigen dir in diesem Artikel und unserem Safari-Video.
Wir übernachteten im Africa Safari Manyara Escarpment*. Das Camp liegt erhöht am Rand eines Steilhangs und bietet Safarizelte zum Übernachten in verschiedenen Kategorien, eine kleine Anlage mit Pool, Restaurant- und Barbereich und kleinem Souvenirshop. Von hier aus haben wir unsere Tagesausflüge in den Tarangire Nationalpark sowie zum Ngorongoro Krater gestartet.
Wir waren am zweiten Tag nach der Eröffnung (im Juni 2025) vor Ort. Einige Pflanzen waren daher noch sehr klein, das Essenszelt stand noch nicht an seinem finalen, erhöhten Platz direkt beim Pool mit Ausblick — das gab dem Ganzen einen leicht „frischen“, unfertigen Charme, war für uns aber nicht unbedingt störend. Das Team war sehr freundlich und aufmerksam.
Highlights im Camp
Von unserer Unterkunft Africa Safari Manyara Escarpment* haben wir ca. 1,5 h mit dem Auto gebraucht, bis wir das Gate im Norden des Parks – oft Tarangire Gate genannt – erreicht haben. Ein Großteil des Weges wurde auf sehr gut angelegten asphaltierten Wegen zurückgelegt. Die Wege kurz vor dem und im Park sind unbefestigte Straßen.
Weitere Entfernungen:
Der Eintritt zum Tarangire Nationalpark ist gebührenpflichtig. Die Gebühren variieren je nach Nationalität, Alter und Aufenthaltsdauer. Für internationale Besucher*innen beträgt die Gebühr in der Regel etwa 45 USD pro Person pro Tag (Stand Januar 2026). Kinder und Bewohner der ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) zahlen ermäßigte Preise. Die Tour wurde direkt über unsere Unterkunft organisiert und unser Guide hat den Kauf der Tickets am Gate geregelt.
Die Tore des Nationalparks sind täglich von 06:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Der Tarangire Nationalpark Eingang ist mit verschiedenen Einrichtungen ausgestattet, um den Besuchern einen angenehmen Start in ihr Safari-Abenteuer zu ermöglichen:
Am Eingang vom Tarangire Nationalpark fiel uns eine geordnete Ausstellung von Knochen und Schädeln verschiedener Wildtiere auf. Ein Nationalpark-Mitarbeiter erklärte sachkundig Hintergründe, zu welchen Tieren bzw. welchen Körperteilen die Knochen gehören.
Unser Safari-Tag war gefüllt von zahlreichen Tierbeobachtungen. Wir zeigen dir hier auch mit Fotos, welche Tiere wir alles entdecken konnten.
Wir haben mehrere Elefantenherden, auch mit Jungtieren, sowohl aus der Ferne als auch aus der Nähe gesehen, für die der Tarangire Nationalpark bekannt ist.
Ein Warzenschweinpaar ist direkt vor unserem Auto über den Weg geflitzt und hat sich dann noch etwas am Wegesrand aufgehalten, um nach Fressbarem zu suchen, Sind die Haare auf dem Kopf und die Barthaare nicht putzig?
Ein absolutes Highlight war die Sichtung einer Leopardenmama mit ihrem Jungen. Die Guides im Park sind per Funk miteinander verbunden und geben sich Tipps, wo sie gerade Tiere gesehen haben. So hatten wir Glück, dass wir gerade nicht allzu weit weg waren, wo sich gerade eine Leopardin aufgehalten hat. Die Stelle hat sich unglaublich schnell mit anderen Safari-Autos gefüllt, die alle einen kurzen Blick auf dieses wunderschöne Tier werfen wollten.
Wasserbüffel konnten wir eher aus der Ferne beobachten oder etwas versteckt unter den Bäumen.
Wir haben zahlreiche Vögel gesehen, wie den Lilac-breasted Roller (Gabelracke) oder verschiedene Hornbill-Arten (Nashornvögel).
Typisch für die Landschaft sind auch die zahlreichen Termitenhügel, die man im gesamten Park entdecken kann. Sie bestehen aus Erde aus dem Untergrund, die durch den Speichel der Termiten stabil zusammengehalten wird. Diese Hügel dienen vielen Tieren als erhöhte Aussichtspunkte. Werden sie von den Termiten verlassen, finden oft Zwergmangusten darin ein neues Zuhause. Auf dem unteren Foto sitzt ein Nashornvogel direkt neben einem riesigen Termitenhügel.
Wir haben mehrere Gruppen von Giraffen aus der Nähe gesehen, die entspannt Futter von den Bäumen gefressen haben.
Auch Strauße (die Braunen sind weiblich, die Schwarzen sind männlich) und Zebras haben wir gesehen u. a. bei einem kleinen See, der neben dem Tarangire-Fluss als Wasserquelle dient.
Im Nationalpark gibt es eine Picknickarea mit Bänken und Stühlen, wo die Gäste ihr mitgebrachtes Essen genießen können. Hier gibt es auch Toiletten. An der Picknickarea gilt aber strikte Vorsicht: Fenster und Türen des Autos unbedingt schließen. Wir haben gesehen, wie es freche Affen (black faced vervet monkey, auf Deutsch meist als Grüne Meerkatze) geschafft haben, in ein Auto zu gelangen und sich in Ruhe an Essen und Rücksäcken zu bedienen. Das ist zwar lustig anzusehen — kann aber ins Auge gehen (Sachschaden, gestohlene Lebensmittel). Also: nichts sichtbar liegen lassen, Türen verriegeln, Fenster zu.
Von dem Picknick-Platz hast du einen wunderbaren Blick von oben auf den Tarangire-Fluss, wo sich auch öfter Tiere aufhalten können. Die Affen am Picknick-Platz haben sich öfter lautstark Signale gegeben bzw. gegenseitig gewarnt, weil sie größere Tiere am Fluss gesehen haben.
Ein besonderes Wahrzeichen des Tarangire Nationalparks sind die beeindruckenden Affenbrotbäume, auch Baobabs genannt. Diese ikonischen Bäume prägen die Landschaft des Parks und sind seit Jahrhunderten Teil dieses Ökosystems. Baobabs können mehrere hundert Jahre alt werden und erreichen mit ihren mächtigen Stämmen einen Umfang von über 30 Metern. Sie haben unzählige Generationen von Tieren kommen und gehen sehen und sind stille Zeugen der Geschichte Afrikas. Wären sie in der Lage zu erzählen, hätten sie vermutlich faszinierende Geschichten aus vergangenen Zeiten zu berichten. Die Baobabbäume geben dem Tarangire Nationalpark einen ganz eigenen Charakter, den wir so auf unserer Reise durch Kenia (hier unser Artikel zum Amboseli Nationalpark) und Tansania nicht noch einmal gesehen haben.
Der Tarangire Nationalpark kann grundsätzlich das ganze Jahr über besucht werden. Als ideale Reisezeit gilt jedoch die Trockenzeit von Juni bis Oktober. In diesen Monaten konzentrieren sich viele Tiere rund um den Tarangire-Fluss, die wichtigste Wasserquelle des Parks, was die Chancen auf beeindruckende Tierbeobachtungen deutlich erhöht.
Während der Regenzeit, insbesondere im April und Mai, verwandeln sich Teile des Parks in sumpfige Landschaften. Elefanten kommen damit problemlos zurecht, viele andere Tiere ziehen jedoch weiter, da der weiche Untergrund für ihre Hufe ungeeignet ist. Zusätzlich erschwert das hohe Gras in dieser Zeit die Sicht, sodass Tierbeobachtungen herausfordernder sein können.
Wir haben die Tour mit BeachSafari organisiert. Als zusätzliche Hilfe bekamen wir für unsere Safari eine Wildlife Identification Chart, auf der man die gesichteten Tiere ankreuzen konnte — ein nettes, edukatives Gimmick, das total motiviert, während der Safari die Augen für jegliches Tier offen zu halten.
Während der Fahrten wurde das Dach des Safariautos geöffnet, sodass wir im Stehen und mit freiem Blick deutlich besser fotografieren und beobachten konnten.
Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft (Africa Safari Manyara Escarpment*) haben wir noch einen Stopp bei einem Aussichtspunkt gemacht, von dem wir direkt auf den Lake Manyara und seine Umgebung werfen konnten.
Unser Fazit: Der Tarangire Nationalpark ist einer der weniger bekannten Parks in Tansania, bietet aber eine authentische Safari-Atmosphäre. Tarangire ist ein lohnendes Ziel für alle, die dichte Tierbeobachtungen in einer sehr charakteristischen Landschaft suchen: markante Bäume, viele Elefanten und eine Stimmung, die sich deutlich von anderen Ostafrika-Parks unterscheidet.
Internationaler Flug nach Tansania:
Aus Deutschland fliegt man zunächst nach Tansania. Die wichtigsten Zielflughäfen für eine Safari sind der Kilimanjaro International Airport (JRO) bei Arusha oder alternativ der Julius Nyerere International Airport (DAR) in Daressalam. Von Deutschland aus gibt es meist Verbindungen mit Zwischenstopp über große europäische Hubs (z. B. Amsterdam, Istanbul oder Addis Abeba).
Weiterreise nach Arusha:
Viele Reisen beginnen im Raum Arusha, da dies der perfekte Ausgangspunkt für Safaris zu den nördlichen Nationalparks ist. Vom Flughafen Kilimanjaro dauert der Transfer nach Arusha meist nur etwa 45–60 Minuten.
Safari-Transfer zum Tarangire Nationalpark:
Von Arusha aus geht es meist mit einem Allrad-Geländewagen weiter in den Tarangire Nationalpark. Die Fahrt dauert ungefähr 1,5 bis 2,5 Stunden, abhängig von der Unterkunft oder dem Parkeingang.
Für die Einreise benötigen deutsche Staatsbürger einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist, sowie ein Visum, das bei der Ankunft am Flughafen oder vorab online (hier die offizielle Seite zum Beantragen des Visums) beantragt werden kann.
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Wir haben in Arusha im Africa Safari Arusha* übernachtet. Ein Hotel mit einer schönen grünen Anlage, Pool, Feuerstelle am Abend und leckerem Abendessen in Buffetform. Wir sind von Arusha erst noch zum Lake Natron gefahren und haben dort zwei Tage verbracht, ehe wir danach zum Tarangire Nationalpark weitergereist sind und in der oben vorgestellten Unterkunft übernachtet haben.
Hier ein paar Eindrücke von unserer Unterkunft Africa Safari Arusha* in Arusha.
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